Das Thema Umstellung meiner SD Speicherkarten beschäftigt mich nun schon eine Weile. Wie immer, liest man sich im Internet fast Tod, kommt dabei von Hü nach Hot und am Ende weiß man gar nicht mehr was man eigentlich wollte.

Kennt Ihr das?

Lange war ich mit meinen SD Speicherkarten von diversen Herstellern sehr zufrieden. Jede Speicherkarte hat seine Vorteile und auch Nachteile, ganz individuell und ganz unterschiedlich. Aber eines haben alle Speicherkarten gemeinsam, sie haben mir über viele Jahre gute Dienste geleistet. Egal ob es die SanDisk ist, die Transcend oder Toshiba (beide WI-FI fähig), Samsung oder auch zwei NoName EMTEC Speicherkarten. Manche davon sind reine SD Speicherkarten und andere MicroSD Speicherkarten.

Toshiba FlashAir 32GB // Transcend WI-FI 32GB // SanDisk microSD 16GB // (von oben links)

EMTec 16GB // SanDisk Extreme Pro 64GB (von unten links) // SanDisk Ultra 32GB (nicht im Bild)

// Warum die Umstellung der Speicherkarten?

Wie ich schon sagte, die SD Karten waren mir jahrelang gute Begleiter auf Foto Touren und bei Shootings. Sie werden es auch weiterhin bleiben bzw. sein, jedoch mit einer Einschränkung. Sie werden nur noch für meine Canon EOS 700D verwendet werden – wie eigentlich zuvor auch immer nur.

Wer aber meinen Blog folgt oder auch bei Instagram mir folgt, wird mitbekommen haben, dass ich nun auch eine Sony Alpha A7R Mark II zu meinem Equipment hinzubekommen habe. Und genau hier ist der „Knackpunkt“ meiner SD Speicherkarten, nur die Sony einfach nicht Leistungsfähig genug. Meine Canon EOS 700D ist in diesem Hightech Alter bereits ein altes Schätzchen, meine Sony Alpha A7R Mark II noch ein Jüngling. Dazu kommt, ich fotografiere in RAW, bei der Canon sowie bei der Sony und genau hier liegt der Unterschied und der ist Meilenweit.

// Ein kleiner Vergleich

Meine Canon macht im RAW Format ein Dateivolumen von 20MB bis zu 25MB
Die Sony macht im RAW Format ein Dateivolumen von 40MB bis zu 80MB (unkomprimiert)

Da kann sich jeder wohl ausrechnen, welche Höchstleistung die SD Speicherkarte leisten muss um lediglich nur ein Bild in RAW zu speichern. Sicherlich fällt dies bei einem Einzel Shot nicht großartig auf, ist man allerdings im Serienbild Modus oder möchte man einfach nur ein paar Bilder schneller hintereinander machen, braucht die Speicherkarte eine gewisse Zeit zum schreiben. Dies war der Grund für die Überlegung einer Umstellung meiner Speicherkarten für meine Sony Kamera.

SanDisk Extreme Pro SDXC 64GB UHS-I / C10 / U3 / V30

// Umstellung – meine neuen SD Speicherkarten

Ich habe mich nun für die SanDisk Extreme Pro Speicherkarten entschieden. Hier habe ich das Gefühl gute Werte beim schreiben (90 MB/s) und lesen (95 MB/s) zu bekommen – natürlich theoretische Werte. Auch bin ich mit SanDisk über die Jahre zufrieden gewesen. Ich denke für meine Sony Kamera ist das eine gute Wahl, der Langzeittest wird es zeigen.

Alternativen gab es selbstverständlich auch, hier wären Flash Speicherkarten oder auch UHS-II / UHS-III Speicherkarten die teilweise mit 300 MB/s lesen und 260 MB/s schreiben können. Aber diese Mehrkosten von teilweise 500% bin ich nicht bereits zu leisten. Warum auch, ich bin kein Sportfotograf oder ein Fotograf der darauf beruflich angewiesen ist. Deshalb reichen mir die anderen Speicherkarten vollkommen.

// Der Blick nach vorn in die Zukunft

Nun habe ich auch einen Blick nach vorne geworfen, so etwa 2 Jahre. Ich werde so einige Foto Touren machen, teilweise auch über einen längeren Zeitraum. Da hat das Backup für seine Bilder oberste Priorität und das Backup heißt nicht die SD Speicherkarte zu wechseln! Hier wird es ein System geben, welches auch ohne PC funktioniert und dabei klein sowie handlich ist. Eine externe Festplatte mit integriertem SD Kartenlesegerät – passt in jede Tasche und wiegt kaum etwas. Für das tägliche zusätzliche Backup ideal. Auch deshalb wollte ich „schnellere“ SD Speicherkarten haben, so dass das Backup nicht über Stunden dauert. Damit habe ich auf zwei unterschiedliche Medien meine Bilder von den Fototouren.

// Umgang mit SD Karten – Tipps

// Das beste Backup ist trotz aller Sicherungsmaßnahmen immer das Backup, das man nie braucht. Deshalb hier noch ein paar Tipps zum pfleglichen Umgang mit SD Speicherkarten, um einen Datenverlust oder einen Defekt unwahrscheinlicher zu machen. Schließlich möchten wir alle das Risiko so gering wie möglich halten und ich bin mir sicher, dass einige von Euch eben nicht so behutsam mit den SD Speicherkarten umgehen oder gewisse „Richtlinien“ einhalten …

// SD-Karten sollten nicht lose in der Fototasche / Fotorucksack herumfliegen. Auch nicht in den kleinen, meist mitgelieferten Kunststoff-Hüllen. Eine stoßfeste Karten-Box ist daher empfehlenswert. Kosten nicht sehr viel, bieten aber sehr viel zusätzlichen Schutz.

// Generell sollten SD Speicherkarten immer sauber und trocken gelagert und verstaut werden. Lasst sie nicht immer in Euren Taschen, seit ihr Zuhause, legt sie wieder in den Schrank.

// Natürlich sollten Speicherkarten bei Flug-, Bus- oder Bahnreisen im Handgepäck befördert werden. Nicht nur das sie bei dir sicher aufbewahrt sind, sie sind dort auch stoßsicherer als in einem „Kofferraum“.

// Vor jeder Fototour, vor jedem Shooting sollte eine SD Speicherkarte in der Kamera frisch formatiert werden – natürlich solltet ihr die vorherigen Daten bereits anderweitig abgespeichert haben, idealerweise auch noch ein Backup gemacht haben. Hintergrund; Das Formatieren der Karte macht Datenfehler unwahrscheinlicher, weil die Karte bereits beschädigte Sektoren bei der Formatierung automatisch deaktiviert, sodass dorthin keine Daten mehr gespeichert werden.

// Empfehlenswert ist auch, Bilder nicht in der Kamera selbst zu löschen oder zu bearbeiten. Jeder schreibende Zugriff auf die Daten der Speicherkarten birgt ein gewisses Fehlerrisiko. Überzählige Bilder sollten daher erst zu Hause am PC gelöscht werden.

// Vor dem Einlegen der SD Speicherkarte in ein Kartenlesegerät oder Einem PC sollte immer der kleine Hebel für den Schreibschutz umgelegt werden. Auch das verhindert versehentliches Überschreiben und vermeidet Datenfehler, die gelegentlich vom Lesegerät verursacht werden. Das Risiko eben so gering wie Möglich halten.

SanDisk Extreme Pro 64GB Schreibschutz aktivieren

Dies waren meine Beweggründe für die Umstellung meiner SD Speicherkarten. Ebenso gab es einen kleinen Ausblick in die Equipment Zukunft von mir und zu guter Schluss noch Tipps zur Handhabung von SD Speicherkarten um mögliche Fehler oder Defekte vorzubeugen. Viele machte ich bereits vor der Umstellung, einiges werde ich noch umsetzen müssen. Die Umstellung war wieder ein Schritt in die richtige Richtung, auch mit kleinen Schritten kommt man voran.

Welche Speicherkarten nutzt ihr? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

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