Schlösser

 

Aufnahme: Brücke – Slinky Spring to Fame
Location: Oberhausen
Equipment: Canon Eos 700D | Canon EF-S 18-55mm f/3.5 – 5.6 IS II

 

Emscher-Insel, Kaisergarten, Oberhausen-Neue Mitte

Der Frankfurter Grenzgänger zwischen Kunst, Architektur und Design hat sich eine bestehende Bauaufgabe zu eigen gemacht. Er hat für die EMSCHERKUNST.2010 die Entwurfsplanung für eine neue Brücke am Schloss Oberhausen über den Rhein-Herne-Kanal übernommen und arbeitete bei der Umsetzung eng mit dem renommierten Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner aus Stuttgart zusammen. Aufgrund der Durchfahrtshöhe für die auf dem Rhein-Herne-Kanal zugelassenen Containerschiffe erreicht die Brücke eine ungewöhnliche Höhe von zehn Metern. Dies erfolgt mit einem mehrmals gewundenen Verlauf auf beiden Seiten des Kanals, so dass die Brücke eine Gesamtlänge von mehr als 400 Metern hat.

Die Fußgängerbrücke Slinky Springs to Fame über den Rhein-Herne-Kanal verbindet den Kaisergarten am Schloss Oberhausen mit den Rad- und Wanderwegen der Emscherinsel und ist gleichermaßen Überquerungshilfe sowie begehbares Kunstwerk. Der Name Slinky Springs to Fame leitet sich vom amerikanischen Spiralspielzeug „Slinky“ ab, der „laufenden Feder“.

Die Brücke wirkt wie ein farbiges Band, das sich über

 

den Schifffahrtsweg windet, umschlungen von einer überdimensionalen Spirale. Entsprechend dem Konzept des Künstlers Tobias Rehberger umhüllen 496 Spiralwindungen mit einem Durchmesser von je fünf Metern die insgesamt 406 m lange Brücke. Um die erforderliche Durchfahrtshöhe für Schiffe zu gewährleisten, gliedert sich das Bauwerk in zwei gewundene Brückenrampen mit einer leicht begehbaren Steigung von sechs Prozent sowie eine dreifeldrige Hauptbrücke mit Spannweiten von 20 Meter, 66 Meter und 20 Meter.

Um die gewünschte Leichtigkeit und Lebendigkeit des künstlerischen Entwurfs zu realisieren, wählten die Ingenieure von Schlaich Bergermann und Partner als Tragwerk eine Spannbandbrücke. Zwei massereduzierte, parallel laufende Blechbänder aus hochfestem Stahl tragen drei Brückenfelder bis zu den äußeren v-förmigen Stützen im Uferbereich.

Die nur gut 2,50 m breite Lauffläche der Brücke wird durch alternierende Farbfelder rhythmisiert, die gleich einem Code aus 16 verschiedenen Farbtönen zusammengesetzt ist. Zusätzlich wird die Brücke nachts beleuchtet. So entsteht eine Architekturskulptur, die wie ein dynamischer Bewegungsraum zu erleben ist.

 

Quelle – Zitat: http://www.emscherkunst.de/kunst/kunstwerke/tobias-rehbergerslinky-springs-to-fame.html