Instagram und der Bildzuschnitt – was tun?

Das Instagram die Bilder „verkleinert“ und „zuschneidet“ ist jedem, der ein Account bei Instagram hat und bereits ein Bild hochgeladen hat sehr wohl bekannt. Bei manchen Bildern sieht der Automatismus recht gut aus, bei den anderen Bildern fehlt einfach etwas. Was können wir also tun?

Wie im Leben üblich gibt es immer mehrere Möglichkeiten. Keine von mir erwähnten Möglichkeiten ist falsch aber auch die Richtige Möglichkeit seine Bilder zu präsentieren. Hierbei gilt – wie für mich auch – ausprobieren und selbst beurteilen.

Automatismus, ich lass Instagram einfach machen

Wie gerade schon erwähnt, bietet Instagram beim hochladen der Bilder ein „Zuschnitt – Automatismus“ an, welches die Bilder automatisch auf die richtige Größe zuschneidet. Meist ist dieser Automatismus mittig angesetzt. Meiner Meinung nach ist das für mich nicht die Möglichkeit, die ich wählen möchte. Ich habe gelernt, in den seltensten Fällen ist ein mittiger Ausschnitt toll anzusehen, das spricht zu der 2/3 Regel. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Apps die das Zuschneiden übernehmen

Ob für Android oder für Apple, es gibt unzählige Insta-Apps, die den Zuschnitt für einen übernehmen. In der Regel beschneiden diese Apps die Bilder nicht sondern verkleinern sie und setzen das verkleinerte Bild auf ein „Rohling“ mit der Instagram Größe deren Bilder. Hier kann man dann meist noch einen netten Hintergrund wählen – ob Weiss, Schwarz oder dem Bildhintergrund angepasste Farben. Diese Möglichkeit habe ich über ein Jahr für mich genutzt und war mit dem Ergebnis relativ zufrieden. Doch nachdem man sich verändert hat, seine Ansprüche größer geworden sind und die Ziele des besseren Bildes umzusetzen, möchte man dieses auch dementsprechend präsentieren. Mir ist dabei immer wieder aufgefallen, das Details innerhalb des Bildes zu klein werden oder gar völlig aus dem Auge fallen. Daher war die Überlegung des Änderns gekommen …

Manueller Zuschnitt in diversen Grafikprogrammen

Der manuelle Zuschnitt setzt immer einen zusätzlichen Arbeitsschritt voraus. Man muss genau abwägen, ob man sich diese Zeit nehmen möchte oder eben nicht. Ich habe hier die Pro und Contra aufgeschrieben, mir vor Augen gehalten und reiflich überlegt. Macht es für mich Sinn, welchen Nutzen habe ich davon und eine mit der entscheidenden Fragen war, was muss ich und wie kann ich meinen Workflow ändern ohne wesentlich mehr Zeit dafür aufzuwenden. Ich konnte mir meine Fragen beantworten und habe mich entschieden, in Zukunft meine Instagram Bilder anders zu gestalten sowie zu präsentieren.

Einigen unter euch wird es sicherlich schon aufgefallen sein, dass ich mich dazu entschieden habe, die Bilder manuell zuzuschneiden. Das wird in meinem Instagram Profil aber auch auf meiner neu gestalteten Webseite sehr schnell sichtbar. Alle meine neu eingestellten Instagram Bilder haben keinen weissen Rand mehr, sind somit „ausgefüllt“ und wirken deutlich detaillierter. Genau das war das Ziel, weshalb ich alles umgestellt habe. Natürlich gibt es auch negative Seiten bei einem Zuschnitt. Ein Stück vom Gesamtbild wird immer fehlen! Dadurch entsteht wiederum eine andere Perspektive auf das Bild, ein neuer Eindruck entsteht.

Ich bearbeite meine Bilder in Lightroom und Photoshop wie gehabt. Hier hat sich an meinem Workflow nicht geändert, ich habe weder Zeit verloren noch Zeit gewonnen. Der entscheidende Punkt – für meinen Workflow – kommt kurz vor dem „Export“ des Bildes. Nachdem ich meine Bearbeitung abgeschlossen habe, würde der nächste Schritt der Export des Bildes sein.

Um beim Export nicht ständig neue Definitionen eingeben zu müssen, habe ich mir im Vorfeld Gedanken über den Export gemacht. Meine Lösung ist, vorgefertigte Exporte. Das bedeutet, ich habe mir einen Export für meinen Standard Export definiert und einen weiteren Export ausschließlich für die Instagram Bilder. Hier spare ich Zeit ein, die ich zusätzlich aufwenden muss um einen weiteren Schritt in meinem Workflow zu machen.

Step 1) Standard Export und Bild markieren – Step 2) Markierung ändern, Bild zuschneiden und Instagram Export wählen

Wie wähle ich nun den passenden Ausschnitt? Das mache ich in Lightroom am fertigen Bild. Im Entwickeln Modus – freistellen und ausrichten – wähle ich ein Seitenverhältnis von 8:10 aus. Der Rahmen, der mir angezeigt wird, lässt mich sofort sehen, wie ich mein Bild am Besten positionieren kann um den Betrachter auf das wesentliche zu lenken. Zum Vergleich ein Beispiel vom #PwLaPaDu von Mai 2017 mit der bezaubernden Maya.

Maya Photowalk LaPaDu #PwLaPaDu / #deGrasi

Maya LaPaDu Standard Export / #deGrasi

Maya Photowalk LaPaDu #PwLaPaDu / #deGrasi

Maya LaPaDu Instagram Export / #deGrasi

Im Prinzip ist bei diesem Beispiel nichts vom Model weggeschnitten worden, lediglich die Ränder sind verschwunden. Dadurch wird das Model detaillierter in die Blickrichtung des Betrachters gezogen.

Mit ein bisschen Übung – worauf ich jetzt auch achten werde – kann man schon während des Shootings oder des Photowalk die Bildkomposition so wählen, dass man das wesentliche trotz des Zuschnitts weiterhin im Bild hat.

Ja ich muss nun einen weiteren Arbeitsstep mache, dennoch halte ich meinen Workflow smart. Allerdings kann man auch die Qualität sehen, die ich dadurch bei Instagram steigere um meine Bilder noch besser zu präsentieren. Das Nutzen überwiegt dem Aufwand, ein logischer Schluss um sich zu entwickeln. Einsehen, Gedanken machen, umsetzen …

Schaut auf meinem Instagram Profil nach, dort könnt ihr den Unterschied am Besten wahrnehmen.

#deGrasi

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Mein Equipment
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Tipps für ein Shooting:
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