Macht ein Formatwechsel das entstandene Bild wirklich interessanter?

Oder macht ein Bruch der goldenen Regel das Bild generell interessanter?

Nachdem ich einen Artikel von #chrisschwarz über Stimmungsvolle Fotos gelesen habe beschäftigt mich das Thema über einen Formatwechsel.

Wozu ein Formatwechsel herbeiführen

Welchen nutzen habe ich davon? Diese Frage stelle ich mir nun die ganze Zeit. Und bin dabei auch tatsächlich zu einem Ergebnis gelangt – ein Ergebnis für mich persönlich.

Wie #chrisschwarz schrieb, dass er für sich das Format 16:9 liebt, man es aus dem Kino bereits kenne und eine Szenerie in das Bild bringt, finde ich das es noch einen weiteren Vorteil gibt. Der Unterschied der Bildbetrachung und durch die Vermittlung des Formatwechel hebt man sich in gewisser Weise auch ein wenig von anderen Fotografen mit deren Bildern ab.

Von daher lohnt sich auf bestimmten Bildern, Bildkompositionen ein Formatwechsel schon. Aber wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Die hat #chrisschwarz ebenso benannt; Oma und Opa kennen dieses Format nicht, sind nicht mit diesem Format groß geworden, so wie wir. Das kann dazu führen, dass sie dein Bild eventuell nicht so faszinierend empfinden wie du selbst.

Auch kann man kein generelles Formatwechsel auf alle Bilder erzwingen. Es macht nicht immer Sinn, daher sollte ein Formatwechsel durchdacht und angebracht sein. Für die Social Media Kanäle würde das wenig Sinn machen, wenn ich speziell an Instagram denke – hier bleibe ich gerne bei meinem 8:10 Format. Da habe ich auch einen Interessanten Artikel bereits drüber geschrieben – Instagram und der Bildzuschnitt – was tun?

Vor dem Formatwechsel Sechs Seen Platte Duisburg in Originalformat / #deGrasi

Nach dem Formatwechsel Sechs Seen Platte Duisburg im 16:9 Format / #deGrasi

Im Beispiel ist der Unterschied schon erkennbar was ein Formatwechsel ausmacht.

Der Blick wird anders gelenkt, die Szene im Bild ist anders und wirkt gleich präsenter. Ganz unbewusst kann man dem Betrachter den Weg vorgeben, aufzeigen was man in der Szene erlebt, gefühlt und gesehen hat. Der Betrachter ist dadurch noch ein Stück näher an einem herangetreten. Das zumindest vermittelt ein 16:9 Format.

Als #chrisschwarz nach der Veröffentlichung in den Kommentaren einen netten Hinweis gegeben hat, möchte ich diesen hier auch noch mal erwähnen. Der Begriff Formatwechsel soll nicht bedeuten, dass ich nun all meine Bilder in einem 16: Format nutzen werden. Der Aufnahmeberich für ein 16:9 Format bietet sich besonders in der Landschaftsfotografie an. Aber es ist auch kein Allheilmittel oder Garant für immer Top Bilder die ein generelles Rezept für den besten Unterschied geben. Natürlich sollte man schon seine Blicke weiterhin über den Tellerrand hinaus richten – vielleicht bietet das 16:9 Format eben einen interessanteren Blick auf deine Landschaftsaufnahme und genau dann macht der Formatwechsel auch seinen Sinn!

Was haltet Ihr vom 16:9 Format und könntet Ihr euch ein Formatwechsel bei bestimmten Situationen / Bildkompositionen ebenfalls vorstellen? Schreibt es bitte in die Kommentare oder KONTAKTIERT MICH.

#deGrasi

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