Alsumer Berg – Halde mit besonderer Geschichte

Die Geschichte des Alsumer Berg ist bewegend, durch Hochwasser geplagt und durch Krieg zerstört, ab 1954 wurden die letzten Bewohner umgesiedelt und das Fischerdorf Alsum verschwand von der Landkarte.

Einst befand sich hier ein Schiffer- und Fischerdorf namens Alsum, der Hafenbereich wurde durch ein Rheinhochwasser zerstört und deren Absenkung mit Abraum wieder gefüllt. Bis letztlich der Zweite Weltkrieg das Dorf fast vollständig zerstörte, weshalb das Dorf nicht wieder aufgebaut wurde. So verschwand Alsum von der Landkarte und erst Jahrzehnte später entstand der Alsumer Berg. Wo unterhalb des Alsumer Berg die Reste des Fischerdorfes Alsum liegen und weiter mit Schutt und Kriegstrümmern aufgefüllt wurde.

Heutzutage hat man vom Alsumer Berg eine Panoramaausicht, die ihres gleichen sucht. Auf drei Seiten des Gipfel erlebt man hautnah die Industrie, unsere Wirtschaft, unser Jobmotor – Stahlwerk, Kokerei, Hüttenwerk Dimensionen, Schornsteine, Hochöfen und jede Menge Dampf und glühender Stahl. Lediglich am westlichen Panoramaausblick erstreckt sich die Natur, der Rhein und die Rheinauen. Auf dem Gipfel des Alsumer Berg liegt man westlich 38 Meter über der Umgebung (Deich) die restlichen Seiten ragen 50 Meter über der Umgebung hervor (Straße). Damit kann man die Ausmaße des Deiches erkennen – ganze 12 Meter hoch ist der Deich hier hoch.

Anfahrt zum Alsumer Berg

Der Alsumer Berg ist über die Straße „Alsumer Steig“ erreichbar. Dort befindet sich ein Parkplatz am Fuße des Berges, ein kleines Schild „Modellflugplatz“ weist daraufhin, das man richtig ist.

Vom Parkplatz aus muss man einmal um den Alsumer Berg herum um zum Aufstieg zu gelangen. Hier läuft man schön über den Deich und kann die Ausdehnungen der Rheinauen und des Deiches erkennen. Wer genauer hinschaut, erkennt unterhalb des Parkplatzes die Führungen, wie das Wasser aus der Hüttenwerk wieder zum Rhein geführt wird. Teilweise sind diese Wasserführungen weiterhin in Betrieb.

Richtet man seinen Blick in den Süden, den Rhein entlang, schauen „Pilzköpfe“ am Ufer hervor. Das sind alte aber noch in Betrieb befindliche Pumpwerke der Hüttenwerke. Steigt das Wasser des Rhein wieder, stehen sie durchaus bis zum „Kopf“ im Wasser. Dem Deich entlang gelaufen gelangt man zum Aufstieg auf dem Alsumer Berg. Direkt an der Emscher Aufbereitung und deren Zuläufe in den Rhein liegt der Aufstieg.

Parkplatz Alsumer Berg Duisburg

Deich Rhein Alsumer Berg

Mit einer gleichbleibenden relativ starken Steigung geht es den Alsumer Berg hinauf. Der Weg ist gesäumt von Bäumen und Sträucher im Wildwuchs. Immer wieder kann man durch die Sträucher die Gebäude der Industrieanlagen erkennen, doch ihre Ausmaße noch nicht preis zugeben. Immer wieder wird der starke Aufstieg durch Bodenebenen etwas unterbrochen, ob diese für das Wasser dort sind oder um Steigungsbrecher zu haben, das kann ich nicht wirklich sagen. Sie sind aber immer gekennzeichnet mit gelber Signalfarbe.

Auf dem Gipfel teilt sich der Weg – in südliche Richtung und nördliche Richtung. in südlicher Richtung entdeckt man sofort ein „Panoramafenster“ mit Blick auf das riesige Gelände von ThyssenKrupp. Verschiedenste Gebäude zeigen ebenfalls die Epochen jener Zeiten – von älteren Gebäuden über recht moderne und junge Gebäuden. Tritt man den Weg zum nördlichen Aussichtspunkt an, kommt man auf westlicher Seite an ein weiteres „Panoramafenster“ mit Blick über den Rhein. Die Rheinauen, der Rhein und ganz viel Landschaft laden zum verweilen ein. Passend dazu bietet eine Bank die Gelegenheit – wenn die Sträucher geschnitten sind, kann man diesen Ausblick auch im sitzen genießen. Wer seinen Blick schweifen lässt und sich die Umgebung anschaut, erkennt auch die Halde Rheinpreußen mit seinem Geleucht. Der Blick wird direkt auf das Geleucht gelenkt, da die Rodung entsprechend der Grünfläche den Fokus darauf zieht.

Im Norden angekommen steht ein Kreuz zum Gedenken an das alte Fischerdorf Alsum, welche Schuttreste sich unter dem Alsumer Berg befinden. Von hier aus schaut man auf die Kokerei Schwelgern und fühlt sich fast mitten auf dem Gelände. In gewissen Zeitabständen öffnen die Koksöfen und unter den Löschtürmen entsteht eine gigantische Wasserdampfentwicklung. Sehr spektakulär ist diese Szene im Winter, wenn der Temperaturunterschied größer ist. Näher kommt man einer solchen Industrieanlage wohl kaum.

Fast zum greifen nah sind alle Stationen eines Hüttenwerkes mit seiner Kokerei, von hier oben erkennt man die Ausmaße einen solchen Werkes. Die LKWs, die auf dem Gelände fahren oder selbst die Züge wirken entsprechend klein auf dem Gelände. Jetzt versteht man, wieso so viele Arbeiter mit dem Fahrrad unterwegs sind. Hier lässt sich erahnen, welch große Hitze die Arbeiter ausgesetzt sein müssen, weshalb es „harte Maloche“ heißt.

Der Ausblick zeigt nicht nur die Kokerei selbst sondern auch den angebundenen Hafen, die Schubleichter die auf dem Rhein liegen. Hier wird einem bewusst, in welchen Dimensionen Materialien herangeschafft wird und das Werk wieder verlässt. Der Kühlturm aus Walsum überragt den Horizont und ist ein markantes Zeichen der Stadt geworden. Bei den vielen Panoramen ist es kein Wunder, wieso der Alsumer Berg beliebt bei Fotografen ist. Gerade am Abend oder im Winter lassen sich hier spektakuläre Fotos des Ruhrgebietes machen.

Alsumer Berg bewegt und fasziniert zugleich

Mitten in der Industrie, fast umschlossen von Hüttenwerk und Kokerei liegen die Überreste eines kleinen Fischerdorfes Alsum. Von oben kann man auf die hart malochenden Arbeiter schauen und erhält dafür noch viel heiße Luft in Form einer riesigen Wasserdampfwolke. Näher kommt man nirgends an einer solchen Industrieanlage heran. Das bedeutet, ihr solltet eure Kamera nicht vergessen, denn tolle Bilder – ob von Industrie oder Landschaft und Rhein – sind garantiert. Viel Geschichte ist am Fuße des Alsumer Berg zu lesen, zu erkunden sind auch Überbleibsel am Rhein, sei es Pumpwerke, Wassergewinnungsanlagen oder Reste eines alten Hafens. Hier ist ein Ort voller Geschichte, Gerüche und Geräusche der einen Besuch wert ist.

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Daten zum Alsumer Berg

Zieleingaben für das Navigationssystem und Eckdaten über die Halde

Halden Tour Ruhrgebiet
Name: Alsumer Berg
Ort: Duisburg
Höhe: 38 Meter über Rheindeich – 50 Meter über Umgebung
Größe / Fläche: 7 ha
Adresse: Alsumer Steig, 47166 Duisburg

Bildergalerie

Eindrücke vom Alsumer Berg in Bildern festgehalten …

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